Mittwoch, 14. Februar 2007

san juan del sur

hola!

seit samstag sind wir in san juan del sur, an der pazifikkueste nicaraguas. hier verbleiben wir jetzt mal fuer die kommenden 4 wochen zum spanisch lernen bzw. ausbauen.

also: letzten Samstag sind wir von ometepe hier angekommen und haben uns den spanisckurs in der Latinamerican Spanishschool gecheckt (dank infos vonb maani und anna-maria). am sonntag sind wir (sarah und ich bei einer, sevi - der auch einen kurs macht - bei einer anderen) gastfamilie eingezogen, die neben den offiziellen spanischlehrern uns zu weiteren konversationen anregen.

unsre gastmama ist majra, dazu ihr mann jorge, die tochter carla und drei adoptivkinder, teresa, maria und brian. lustig ist der papagei rosita, 40 jahre alt und immer vor unserem zimmersitzend. verstehn kann man nur hola, weil rosita recht stark nuschlt, aber ist schon ganz witzig mit ihr zu tratschen.


und dann hat die familie noch zwei hunde, einer davon ist tyson, ein boxer. laut majra sind das die beiden wachhunde, nur haben wir tyson bislang nur schlafn gesehn, vor allem wenn es dunkel wird, und ich hatte bislang noch nie ein gefuehl des unbehagens gegenueber den beiden hunden.
und sonst sind auch alle moeglichen kleiner und groesseren tierchen vor und um und in unserem zimmer. auf jeden fall spannend.

der spanischkurs selber ist bislang anstrengend. heute war erst der dritte tag, aber es geht bei jedem von uns viel weiter. eins zu eins unterricht, jeder lehrer stellt sich individuell auf jeden schueler ein. und die lehrer sind bislang sehr konsequent und geben uns recht viel hausaufgaben mit, was das sprechen und lernen klarerweise noch mehr foerdert, aber eben den anstregender gestaltet (gemeinsam mit den heissen, drueckenden temperaturen). auf jeden fall ist der tag ausgefuellt, da einerseits noch vom spanischkurs aus aktivitaeten am nachmittag stattfinden, andrerseits am abend das bett schon sehr lockt und wir auch sehr viel schlafen.
essen koennen wir immer in der gastfamilie, dreimal am tag. gemeinsam mit uns wohnt noch tony, ein aelterer grieche, bei majra, der auch den spanischkurs macht. grundsaetzlich ist das essen koestlich, nur muss tony wegen seinem colesterin und seinem herz eine diaet machen, wodurch auch unser essen fettarmer ist, kein rahm, kein ei etc.

san juan del sur:

san juan del sur selber ist laut lonely planet ein kleines staedtchen mit 6.648 einwohner. im vergleich zu granada und ometepe ist es hier aber schon touristischer, was man auch an der infrastruktur merkt mit vielen bars, restaurants etc., nur einen guten kaffee kann man schwer finden und trinken gehen (wenn dann ist es eine tasse milch mit etwas neskaffeepulver darin).
und was auch bislang ein ganz witziger eindruck ist: in bars, in oeffentlichen bussen, in restaurants etc., immer wieder hoert man die gute, alte kuschelrock-musik der spaeten 80er jahre: the bangles, peter cetera, lionel richie und diana ross bis hin zu elton johns nikita oder joe cocker. Und manchmal wird es mit dem spanisch gemixt und man erkennt ein ‚unbreak my heart’ oder ‚my heart will go on’ en español.


also zusammenfassend: es geht uns sehr gut und alles passt und lauft wunderbar! der ersteindruck verstaerkt sich mehr und mehr, dass die natur hier umwerfend schoen ist und trotz der armut und der hohen arbeitslosigkeit, trotz der geringen chancen und moeglichkeiten, die die leute hier haben, uns immer ein freundliches grinsen und eine lebensfreude begegnet.
muchos saludos, esteban

nicaragua - un pais muy rico o pobre?


buenas dias! como estais?

erstens einmal, mich freut es sehr, dass der weblog lebt!!!! ich finde ein weblog ohne kommentare ist totes land! danke, jedes kommentar schenkt ein laecheln!

bevor es an die harte arbeit des spanischlernen geht, goennten wir uns noch eine woche sehr entspannenden, wunderschoenen urlaub! vorerst verweilten wir noch in granada und liessen uns auf das so "andere" (so gut es ging) ein.
ich stell mir oft die frage, "ist nicaragua nun ein sehr armes land, oder ein sehr reiches?" welcher wert zaehlt auch fuer mich mehr? zu beginn bekam ich manchmal ganz weiche knie, wenn ich menschen in muell mit einem blech als dach uebern kopf leben sah, tier und mensch und essen zusammen, die vielen bettelnden menschen,... und meist denke ich mir, die wirken so gluecklich in diesen einfachen hauesern, die kinder spielen und winken mir mit einem so zufriedenen laecheln zu, das sehe ich zuhause selten. wie sie wirklich sind diese situationen werde ich wohl nie wissen und sie sind ja auch individuell verschieden. aber mir faellt einfach auf, dass trotz der armut die es hier gibt, eine solche lebenslust herrscht die mich immer wieder ergreift, oft von den socken haut! auch wenn sie sich in lautstaerke aeussert, die oesterreichischen hupen wuerden staunen, wenn sie wuessten, wie oft die nicaraguanischen gebraucht werden! alle 10 sekunden! die farben hier sind praechtiger, auch die des schlammes und des drecks, aber auch die der haueser und der menschen! die gerueche sind staerker, die lockenden essensduefte wie auch die der abgase und ausscheidungen!

ja, auf jeden fall gings dann von granada weiter auf die wunderschoene insel ometepe, die im lago de managua liegt. auch kleine distanzen gestalten sich hier immer als eine tagesreise. mit bus und noch einem bus und einer faehre gins von san jorge aus nach moyogalpa, und danach noch per taxi, auf nem pickup, ca. 1 1\2 h ueber stock und stein, zu einer wunderschoenen hacienda in mitten der reichen natur der insel. dort verbrachten wir drei sehr wunderschoene tage, wir erklommen sogar den vulkan "maderas', den wir wohl ein bisschen unterschaetzt haben.

wir waren ca. 8h stunden unterwegs in einer irren vegetation, da der vulkan nicht mehr aktiv ist und umsaeumt ist mit regenwald. doch so wunderschoen auch alles war, unterschaetzte ich meine schlangenangst, da es nicht nur einfach gerade dort sehr viele gibt (ich sah gottseidank keine, ein paar unserer gruppe schon) und der ganze regenwald so verschlungen ist, dass er aussieht wie ein schlangennest, und stefan seine hoehenangst, da es doch, obgleich es nicht ueber stock und stein ging, einem leichten klettersteig glich, nur dass wir zwischen wurzeln und schlamm balancierten und kletterten! Alles in allem war es wunderschoen!


Stefan und ich haben auch intensive baeder im Lago de Managua genommen, beim bootfahren ;-) die rueckreise nach moyogalpa hat mich sehr fasziniert, 3h dauerte die busreise, an jeder hausecke sprangen menschen auf und ab und nahmen alles moegliche mit! bei uns stuft man diese strasse glaube ich als mountainbikestrecke ein :-) (vielleicht ein bisschen uebertrieben), auf jeden fall waren in dieser busfahrt leben pur!

die faehr-rueckfahrt von ometepe nach san jorge:


ja, auf jeden fall geht's uns sehr gut-
muchos abrazos!!! sarah
AUF NACH SAN JUAN DEL SUR!

Dienstag, 6. Februar 2007

die ankunft und granada


hola!


wir sitzen grad alle drei seite an seite im hostel in granada: sevi, sarah und stefan. wir sitzen in nicaragua...JUHUU!

mit der reise alles glatt gelaufen, sevi hat uns sonntag abends am flughafen in managua abgeholt. er von honduras-kommend braun gebrannt und schon wild-spanisch-artikulierend, wir mit weissem haut-teint und etwas muede vom langen fliegersitzen. aber alle drei sehr heiter gemeinsam hier zu sein.


wir sind gleich weiter vom flughafen nach granada, 40km suedlich von managua am lago de nicaragua. feines hostel zum einstieg, herrlich heisse luft und sonne. die zeitumstellung macht uns noch etwas zu schaffen, sind gestern und heute um 7h in der frueh aufgewacht und nix mehr mit schlafen.
die spanisch-lern-und sprech-ambitionen steigen von stunde zu stunde. ausserdem hat uns sevi zu kleinen fitnessuebungen motiviert, die wir am ersten tag erfolgreich umsetzten: sit-ups mit dem nebeneffekt auf spanisch bis 20 und sogar 23 zu zaehlen.
und auch die ersten kleinem sonnenbraende nach den ersten spaziergaengen.

Unser Hostel:
Der Innenhof des Hostels:


heute weiter gemuetlich ankommenstag, morgen wollen wir auf die insel ometepe im lago de nicaragua fuer paar tage. und am wochenende sollte dann der spanischkurs beginnen...

der anfang unsrer zeit hat schon mal wunderbar begonnen, bald werden vulkane erklommen und unsre haut vielleicht ersonnen. so schoen wir sind da, wir sind in nicaragua!