seit samstag sind wir in san juan del sur, an der pazifikkueste nicaraguas. hier verbleiben wir jetzt mal fuer die kommenden 4 wochen zum spanisch lernen bzw. ausbauen.
also: letzten Samstag sind wir von ometepe hier angekommen und haben uns den spanisckurs in der Latinamerican Spanishschool gecheckt (dank infos vonb maani und anna-maria). am sonntag sind wir (sarah und ich bei einer, sevi - der auch einen kurs macht - bei einer anderen) gastfamilie eingezogen, die neben den offiziellen spanischlehrern uns zu weiteren konversationen anregen.
unsre gastmama ist majra, dazu ihr mann jorge, die tochter carla und drei adoptivkinder, teresa, maria und brian. lustig ist der papagei rosita, 40 jahre alt und immer vor unserem zimmersitzend. verstehn kann man nur hola, weil rosita recht stark nuschlt, aber ist schon ganz witzig mit ihr zu tratschen.
und dann hat die familie noch zwei hunde, einer davon ist tyson, ein boxer. laut majra sind das die beiden wachhunde, nur haben wir tyson bislang nur schlafn gesehn, vor allem wenn es dunkel wird, und ich hatte bislang noch nie ein gefuehl des unbehagens gegenueber den beiden hunden.
und sonst sind auch alle moeglichen kleiner und groesseren tierchen vor und um und in unserem zimmer. auf jeden fall spannend.
der spanischkurs selber ist bislang anstrengend. heute war erst der dritte tag, aber es geht bei jedem von uns viel weiter. eins zu eins unterricht, jeder lehrer stellt sich individuell auf jeden schueler ein. und die lehrer sind bislang sehr konsequent und geben uns recht viel hausaufgaben mit, was das sprechen und lernen klarerweise noch mehr foerdert, aber eben den anstregender gestaltet (gemeinsam mit den heissen, drueckenden temperaturen). auf jeden fall ist der tag ausgefuellt, da einerseits noch vom spanischkurs aus aktivitaeten am nachmittag stattfinden, andrerseits am abend das bett schon sehr lockt und wir auch sehr viel schlafen.
essen koennen wir immer in der gastfamilie, dreimal am tag. gemeinsam mit uns wohnt noch tony, ein aelterer grieche, bei majra, der auch den spanischkurs macht. grundsaetzlich ist das essen koestlich, nur muss tony wegen seinem colesterin und seinem herz eine diaet machen, wodurch auch unser essen fettarmer ist, kein rahm, kein ei etc.
san juan del sur:
san juan del sur selber ist laut lonely planet ein kleines staedtchen mit 6.648 einwohner. im vergleich zu granada und ometepe ist es hier aber schon touristischer, was man auch an der infrastruktur merkt mit vielen bars, restaurants etc., nur einen guten kaffee kann man schwer finden und trinken gehen (wenn dann ist es eine tasse milch mit etwas neskaffeepulver darin).
und was auch bislang ein ganz witziger eindruck ist: in bars, in oeffentlichen bussen, in restaurants etc., immer wieder hoert man die gute, alte kuschelrock-musik der spaeten 80er jahre: the bangles, peter cetera, lionel richie und diana ross bis hin zu elton johns nikita oder joe cocker. Und manchmal wird es mit dem spanisch gemixt und man erkennt ein ‚unbreak my heart’ oder ‚my heart will go on’ en español.
also zusammenfassend: es geht uns sehr gut und alles passt und lauft wunderbar! der ersteindruck verstaerkt sich mehr und mehr, dass die natur hier umwerfend schoen ist und trotz der armut und der hohen arbeitslosigkeit, trotz der geringen chancen und moeglichkeiten, die die leute hier haben, uns immer ein freundliches grinsen und eine lebensfreude begegnet.
muchos saludos, esteban
